Moustapha Akkad (arabisch: مصطفى العقاد), geboren am 1. Juli 1930 in Aleppo, Syrien, ist eine Ikone des internationalen Kinos, ein renommierter Regisseur und Produzent syrischer und amerikanischer Herkunft. Moustapha Akkads Karriere ist geprägt von einer tiefen Leidenschaft für das Filmemachen. Nach seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten mit nur 200 Dollar studierte er zunächst an der University of California, Los Angeles, und anschließend an der University of Southern California, wo er einen Master-Abschluss in Film erwarb. Sein Ehrgeiz und sein Talent erregten die Aufmerksamkeit von Regisseur Sam Peckinpah, der sein Mentor wurde und ihm den Einstieg als Produzent bei CBS ermöglichte. Dies ebnete den Weg für eine bemerkenswerte und gesellschaftlich engagierte Karriere. Akkad zeichnete sich schnell durch sein Engagement für den interkulturellen Dialog und die Erzählung der Geschichten bedeutender Persönlichkeiten der arabischen und muslimischen Welt aus. 1976 führte er Regie bei „Die Botschaft (Muhammad, Gesandter Gottes)“ und produzierte den Film, in dem Anthony Quinn und Irene Papas die Hauptrollen in der englischsprachigen Fassung spielten. Das Epos erzählt die Anfänge des Islam und das Leben des Propheten Mohammed. Dieses Projekt war besonders gewagt, da Hollywood-Studios die Finanzierung ablehnten. Akkad suchte daher nach ausländischer Unterstützung, insbesondere aus Marokko und Libyen, um seine künstlerische Vision zu verwirklichen. Um muslimische Empfindlichkeiten zu respektieren, konsultierte er zahlreiche Gelehrte, um sicherzustellen, dass die Filmbiografie des Propheten Mohammed als Brücke zwischen den Kulturen dienen und keine Glaubensvorstellungen verletzen würde. Diesem Meisterwerk folgte 1981 „Der Löwe der Wüste“, in dem Anthony Quinn Omar al-Mukhtar verkörperte, den libyschen Beduinenführer, der in der libyschen Wüste gegen Mussolinis italienische Armee kämpfte. Trotz anfänglich gemischter Reaktionen, die teilweise auf die Finanzierungsbedingungen in Libyen zurückzuführen waren, hat der Film im Laufe der Jahre Anerkennung als bedeutendes Werk der Filmgeschichte erlangt, das Werte wie Emanzipation und Widerstand verkörpert. Akkad ist außerdem für die Produktion der legendären „Halloween“-Horrorfilmreihe bekannt. Beginnend mit „Halloween“ im Jahr 1978 revolutionierte er das Slasher-Genre in den Vereinigten Staaten und prägte die Popkultur nachhaltig mit der Figur des Michael Myers. Er produzierte die meisten Fortsetzungen – insgesamt acht Filme – und erweiterte so die Legende des psychopathischen Killers. Sein Name ist fester Bestandteil der Geschichte des Genrefilms. Sein Sohn Malek Akkad führt diese Familientradition fort und produziert die nach seinem Tod veröffentlichten Teile. Moustapha Akkads Leben endete tragisch am 11. November 2005 in Amman, zwei Tage nachdem er bei den Selbstmordattentaten von Al-Qaida in dem Hotel, in dem er wohnte, schwer verletzt worden war. Bei dem Anschlag kam auch seine Tochter Rima Akkad Monla ums Leben. Sein Werk und sein Engagement werden unvergessen bleiben und den interkulturellen Dialog, das Andenken an große Persönlichkeiten und die Modernität eines Kinos verkörpern, das universell und weltoffen ist.
Bekannt für: Directing
Geburtstag: 1930-07-01
Geburtsort: Aleppo, Syria
Auch bekannt als: مصطفى العقاد, Мустафа Аккад, 穆斯塔法·阿卡德

